Sehet die Sünder

  • Cover Sehet die Sünder

    dtv premium
    ISBN 978-3-423-24940-9
    432 Seiten, € 14,90 (D)

    Hörbuch
    Anbieter: Audible GmbH
    Sprecher: Gabriele Blum
    Spieldauer: 10 Std. 59 Min.
    € 19,50 (D)

    Epub
    ISBN 978-3-423-41606-1
    432 Seiten, € 12,99 (D)

    Ebook PDF
    ISBN 978-3-423-41608-5
    432 Seiten, € 12,99 (D)

    Kindle Edition
    ISBN 3423248475
    449 Seiten, € 12,99 (D)

    Bretagne, 1440. Grausame Dinge geschehen in dem kleinen Dorf Saint Mourelles. Menschen verschwinden und werden ermordet im Wald aufgefunden. Misstrauen und Angst machen sich breit und stellen die sonst so harmonische Dorfgemeinschaft auf eine harte Probe. Catheline, die Haushälterin des Dorfpfarrers, und der junge Bauer Mathis beschließen, den entsetzlichen Vorfällen auf den Grund zu gehen. Denn es gibt Spuren, und die führen zum nahegelegenen Schloss. Niemand ahnt, dass sich auch der Bischof von Nantes mit einer geheimen Untersuchung der Vorgänge einschaltet.
    »Auch in ihrem zweiten Roman schafft es die Autorin durch ihre Art, eine Geschichte zu erzählen, zu fesseln und auf ganzer Linie zu überzeugen. Sie pflegt eine angenehme Sprache und versteht es, viele kleine Details einzubinden, ohne sich darin zu verlieren. So schafft sie dadurch so viel Atmosphäre, dass sich die Leser ein Bild vom Leben der handelnden Figuren machen können und einen Eindruck vom Alltag im 15. Jahrhundert gewinnen. (...) Damit ist Autorin und Verlag gelungen, an den Erfolg des Debütromans anzuknüpfen und erneut einen hochwertigen historischen Roman vorzulegen.«
    Histo-Couch, Rita dell'Agnese, Januar 2013

Auswahl aus den Pressestimmen

»Sehet die Sünder ist ein tolles Buch, besticht mit einem ansprechenden Cover und dem gelungenen Anhang mit Details und Glossar. Ein Buch, das in jeder Hinsicht das gibt, was es verspricht.«
Eva Maria Nielsen, suite101.de, 18.01.2013
»Dieser raffinierte Historienkrimi thematisiert den Kampf zwischen Kirche, Adel und einfachem Volk.«
Für Sie, 08.01.2013
»Ein fesselnder, sauber recherchierter Roman, den man in kürzester Zeit verschlingt und der noch lange nachwirkt.«
"Karfunkel – Zeitschrift für erlebbare Geschichte, April-Mai 2013
»Spannender Mittelalter- Krimi mit toll herausgearbeiteten Charakteren.«
Elvira M. Gordon-Pusch, Frankfurter Stadtkurier, 25.06.2013

Auswahl aus den Leserstimmen

Mit freundlicher Genehmigung von Eva Maria Nielsen:

Liv Winterberg überrascht mit einem historischen Spannungsroman, der sich klar von Gewalt und Krieg distanziert
Bretagne, 1440. In Saint Mourelles kümmern sich die Menschen umeinander, denn das Überleben ist nicht leicht. Doch was dann geschieht, übersteigt alle Herausforderungen, denen die Dorfbewohner bisher gegenüber gestanden haben. Erst verschwinden Kinder spurlos, dann finden sich Leichen, auch von Erwachsenen, und Angst und Misstrauen grassieren. Jeder könnte der Nächste sein. Und jeder könnte der Mörder sein. Die eingeschweißte Dorfgemeinschaft wird auf die Probe gestellt. Catheline, die resolute Haushälterin des Pfarrers, geht den schrecklichen Vorfällen auf den Grund. Die Spuren weisen auf den Lehnsherren im Schloss hin, und dann spitzen sich die Dinge so sehr zu, dass Catheline selbst in Gefahr gerät.

Liv Winterberg schafft unvergessliche Charaktere
Die Kulisse des Romans ist bevölkert von eigenwilligen Personen. Allen voran der lahme Bauer Mathis und seine große Liebe, die Haushälterin Catheline, von der er sich jedoch aufgrund seiner Behinderung abgewandt hat. Dieser Bruch sorgt für guten Zündstoff zwischen den Figuren. Doch auch neben diesen beiden Hauptakteuren haben die Dörfler und die Bewohner des Schlosses scharfe Züge. Jeder bleibt auf seine Weise unvergesslich, die kleine Rachel oder Avel, der Behinderte, der Tagelöhner Gabin. Der Roman gewinnt an Tiefe, weil mit diesen Personen Schicksale verbunden sind, die den sozialen Hintergrund der Zeit zeigen. Als z.B. Gabin stirbt, weiß seine mittellose Frau nicht, ob sie sich und ihre Söhne durchbringen kann.

Konflikte und Spannung pur
Liv Winterberg erzählt rasant, die Kapitel sind oft kurz und schwenken wie eine Kamera vom Dorf zum Schloss. So ist es schon zu Anfang. Mitten im Winter wird ein Kind geboren, von dem die Mutter verzweifelt hofft, dass es nach so vielen Kindstoden überleben wird. Auf dem Schloss Troyenne, wo der Lehnsherr lebt, dagegen wird ein überschäumendes Fest vorbereitet. Nach und nach verbindet die Autorin die Spots der verschiedenen Lebenswelten zu einem zusammenhängenden Handlungsstrang. Da nimmt die Erzählung richtig Fahrt auf, denn nun ist es klar, dass die Aufklärung der Morde – oder wie die Dorfgemeinschaft es erlebt – der teuflischen Taten - mit den Schlossbewohnern verbunden ist. Immer wieder nehmen die Ereignisse eine überraschende Wendung und die Suche nach dem Täter wird erneut aufgenommen.

Klare Erzählstimme, flüssig erzählt – Liv Winterberg überzeugt auf ganzer Linie
Liv Winterberg überzeugt. Und wer nicht ihren Erstling „Vom anderen Ende der Welt“ verschlungen hat, wird ihn jetzt sicher lesen. Winterbergs Sprache ist klar wie ein sonniger Wintermorgen, voller Details für den historischen Hintergrund, jedoch ohne den Text zu überfrachten. Mit wenigem schafft sie geballte Atmosphäre, so dass der Alltag und das Leben der Menschen vor dem inneren Auge des Leser auftaucht wie ein scharf geschossenes Foto. Nicht ohne Grund hat Liv Winterberg Theater, Film- und Fernsehwissenschaft studiert, denn mit ihren Texten zeigt sie eine klare Kameraführung und ein Breitband-Kopfkino.

Das Buch ist nicht nur gute Lektüre. Sondern es appelliert auch an den Leser. Die Erzählung spielt in der Bretagne, 1440. Aber die Ursachen der Morde sind so aktuell wie eh und je. Liv Winterberg zeigt, wie Opfer selbst zu Tätern werden und wie gewaltsame Übergriffe sensible und liebenswürdige Menschen zerstören. Als Leser kommt man nicht umhin, sich zu fragen, wie wir heute Menschen helfen, die von Terror, Krieg und Gewalt traumatisiert sind.

„Sehet die Sünder“ ist ein tolles Buch, besticht mit einem ansprechenden Cover und dem gelungenen Anhang mit Details und Glossar. Ein Buch, das in jeder Hinsicht das gibt, was es verspricht.

Quelle: www.suite101.de

Mit freundlicher Genehmigung von Doris Küstner:

Es ist das Jahr 1440.
Die Bretagne befindet sich seit vielen Jahren in einer stabilen politischen Lage.
Die Bauern in der Umgebung von Schloß Troyenne gehen ihren täglichen Verpflichtungen nach, in Baron Amédé de Troyenne haben sie einen nicht allzu strengen Lehnsherrn, den allerdings große finanzielle Sorgen plagen.

Davon völlig unbeeindruckt läßt der Baron rauschende Feste ausrichten.
Es kommt immer wieder zum Streit mit seiner Frau, ihr gegenüber rechtfertigt er die hohen Ausgaben des Festes, das man sich eigentlich nicht leisen konnte, mit einem weiteren Grundstücksverkauf.

Nach dem großen Fest wird der Sohn des Dorfschmieds vermißt. Man vermutet, dass Schausteller oder Spielleute ihn einfach mitgenommen haben. Die Mutter des Jungen ist krank vor Sorge. Der Bauer Mathis, der sich der Suche nach Raymond angenommen hat, spricht auf dem Schloß vor und bekommt vom Baron dessen Unterstützung zugesichert.

Die Dorfbewohner sind immer noch erfolglos nach dem vermissten Jungen unterwegs als Rachel, ein Mädchen aus dem Dorf, spurlos verschwindet.
Genau wie Raymond wurde das Mädchen zuletzt mit Avel gesehen.
Avel "nicht ganz richtig im Kopf" der von den Dorfbewohnern jahrelang als harmlos betrachtet wird, steht plötzlich im Focus aller. Mit einem Mal haben die Menschen Angst vor ihm.

Es ist so einfach einen Schuldigen auszumachen!

Als dann Avel tot aufgefunden wird und die beiden Kinder immer noch vermisst sind wird den Bauern klar, daß ihre dörfliche Gemeinschaft völlig durcheinander geraten ist...

Fazit:
Spannend von Anfang an!
Gleich zu Beginn des Buches befindet sich den Örtlichkeiten zugeordnet ein Personenregister, welches einem den Einstieg angenehm leicht macht.
Da die Schauplätze sich immer wieder ändern ist der Leser sehr nah an den Entwicklungen des Geschehens dran.
Die Autorin hat mir mit ihrem nicht überladenen Schreibstil und mit ihrer angepassten Sprache an die damalige Zeit (man findet Wörter wie "wohlfeil") unglaublich spannende und mitreißende Lesestunden beschert.
Historische Romane werden "normalerweise" von Frauen bevorzugt, aber beim Lesen dachte ich immer wieder, dass auch ein Mann von diesem blendend recherchierten Buch begeistert sein wird.

Genre-Liebhaber haben diesen zweiten Roman von Liv Winterber längst auf ihrem Zettel stehen – für alle anderen:

Absolute Leseempfehlung!  

Quelle: amazon